Einfache Quittentorte mit Sahne und Amarettini

Wenn im Herbst die Quitten in meinem Garten reif werden, beginnt für mich eine besonders schöne Zeit in der Küche. Ihr unverwechselbarer Duft und ihr leicht herbes Aroma machen sie zu einer wunderbaren Zutat für herbstliche Kuchen und Torten.
Diese Quittentorte ist herrlich unkompliziert und schmeckt einfach köstlich. Auf einem lockeren, saftigen Tortenboden verteilt sich ein fruchtiges Quittenkompott mit Orange und Zimt. Darüber kommt eine luftige Sahneschicht, die zum Schluss mit knusprigen Amarettini-Bröseln bestreut wird. Die Kombination aus fruchtigen Quitten, feiner Sahne und dem zarten Mandelaroma der Amarettini macht diese Torte zu einem besonderen herbstlichen Genuss.
Zutaten
Für eine Springform mit 26 cm Durchmesser
Für das Quittenkompott:
- 800 g Quitten (geschält, entkernt und in kleine Stücke geschnitten)
- 250 ml Orangensaft
- 80 g Zucker
- 2 Päckchen Vanillinzucker
- Zimt nach Geschmack
Für den Tortenboden:
- 5 EL Zucker
- 2 Eier
- 5 EL neutrales Pflanzenöl
- 100 g Mehl
- ½ Päckchen Backpulver
- 5 EL Milch
Für die Sahneschicht:
- 2 Becher Schlagsahne (je 200 g)
- 1 Päckchen Vanillinzucker
- 1 Päckchen Sahnesteif
Außerdem:
- 80 g Amarettini
Zubereitung
- Quittenkompott zubereiten
Zunächst den feinen, pelzigen Flaum, der sich auf der Schale der Quitten befindet, mit einem trockenen Küchentuch gründlich abreiben. Anschließend die Quitten waschen, schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden. Bereits vor dem Schneiden einen ausreichend großen Topf mit 250 ml Orangensaft bereitstellen. Die geschnittenen Quittenstücke direkt in den Orangensaft geben, damit sie sich an der Luft nicht so schnell bräunlich verfärben.
Gut zu wissen: Beim Aufschneiden von Quitten stellt man häufig fest, dass das Fruchtfleisch im Inneren bereits leicht bräunliche Stellen aufweist. Das ist bei Quitten nicht ungewöhnlich und zunächst kein Grund, die Früchte wegzuwerfen. Solange das Fruchtfleisch fest und einwandfrei ist und keine Anzeichen von Fäulnis oder Schimmel zeigt, können die Quitten problemlos weiterverarbeitet werden.
Den Zucker, den Vanillinzucker und etwas Zimt zu den Quittenstücken geben. Alles zum Kochen bringen und anschließend bei mittlerer bis niedriger Hitze sanft köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren. Das Kompott so lange einkochen lassen, bis die Quitten weich sind und die Flüssigkeit weitgehend verdampft ist. Die Quittenstückchen sollten dabei größtenteils ihre Form behalten und noch eine schöne Struktur haben. Einzelne Stückchen dürfen ruhig etwas zerfallen, denn dadurch erhält das Kompott eine leichte Bindung. Am Ende sollte kaum noch freie Flüssigkeit vorhanden sein, sodass ein schön fruchtiges, leicht gebundenes Quittenkompott entsteht. Das fertige Kompott vollständig abkühlen lassen.
- Tortenboden backen
Den Backofen auf 170–180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden einer Springform mit 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen und den Rand leicht einfetten. Die Eier zusammen mit dem Zucker in einer Rührschüssel schön schaumig aufschlagen. Anschließend das neutrale Pflanzenöl dazugeben und kurz unterrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen, sieben und zur Eiermasse geben. Alles kurz miteinander verrühren, bis sich die Zutaten verbunden haben. Zum Schluss die Milch hinzufügen und ebenfalls kurz unterrühren, sodass ein gleichmäßiger, geschmeidiger Teig entsteht. Den Teig in die vorbereitete Springform geben und gleichmäßig verteilen.
Im vorgeheizten Backofen bei 170–180 °C Ober-/Unterhitze etwa 15–20 Minuten backen. Da jeder Backofen etwas anders backt, empfiehlt es sich, gegen Ende der Backzeit eine Stäbchenprobe zu machen. Bleibt kein feuchter Teig am Holzstäbchen hängen, ist der Boden fertig. Den Tortenboden aus dem Backofen nehmen und zunächst einige Minuten in der Form abkühlen lassen. Anschließend vorsichtig aus der Springform lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
- Sahne zubereiten
Die gut gekühlte Sahne in eine Rührschüssel geben und zusammen mit dem Vanillinzucker und dem Sahnesteif steif schlagen. Bis zur Weiterverarbeitung kühl stellen.
- Quittentorte zusammensetzen
Den vollständig ausgekühlten Tortenboden auf eine Tortenplatte legen und einen Tortenring darumstellen. Das abgekühlte Quittenkompott gleichmäßig auf dem Boden verteilen und glatt streichen. Anschließend die steif geschlagene Sahne daraufgeben und ebenfalls gleichmäßig verstreichen.
- Torte kühlen und fertigstellen
Die Quittentorte bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen, damit sie gut durchkühlen kann. Vor dem Servieren den Tortenring vorsichtig entfernen. Erst unmittelbar vor dem Servieren die 80 g Amarettini grob zerbröseln und gleichmäßig über die Sahneschicht streuen. So bleiben sie wunderbar knusprig und bilden einen köstlichen Kontrast zum fruchtigen Quittenkompott und zur luftigen Sahne.
Mein Tipp:
Für diese Torte ist es besonders wichtig, dass das Quittenkompott ausreichend eingekocht wird und kaum noch freie Flüssigkeit enthält. So lässt es sich wunderbar auf dem Tortenboden verteilen, ohne diesen zu sehr durchzuweichen. Die Quittenstückchen sollten möglichst erhalten bleiben und nicht püriert werden. Gerade ihre fruchtige Struktur macht die Torte so besonders. Die Amarettini unbedingt erst kurz vor dem Servieren auf die Torte streuen! Werden sie zu früh auf der Sahne verteilt, nehmen sie Feuchtigkeit auf und verlieren ihre knusprige Konsistenz. Gerade das Zusammenspiel aus den weichen Quittenstückchen, der cremigen Sahne und den knackigen Amarettini macht für mich den besonderen Reiz dieser Torte aus.
Eine einfache, wunderbar herbstliche Quittentorte, die ohne aufwendige Cremes auskommt und trotzdem etwas Besonderes ist. Fruchtig, cremig, knusprig – so schmeckt der Herbst!
Ausgedruckt von www.jernrive.de/einfache-quittentorte-mit-sahne-und-amarettini/


